Die erste Reise mit meinem Totemtier (Füchsin).

Entspannt legte ich mich auf mein Bett und schloss die Augen. Und schon stand ich wieder vor dieser geheimnisvollen Türe. Ich öffnete sie und trat erstmals vor, um mein Krafttier, den Luchs, zu begrüßen. "Crulux." und ich starrte ihn an. Er kam drei Schritte auf mich zu und schaute mich geheimnisvoll an. "Gehe zu deinem Totemtier. Es wird reisen und lehren. Kehre dann zu mir zurück und berichte." und auf einmal schloss ich die Augen in den Gedanken und als ich sie wieder öffnete, war er fort.

Ich machte mich also auf den Weg, raus aus der Tür und ich suchte den Eingang zum Fuchsbau. Als mir einfiel, was die Füchsin zu mir sagte, dass ich jeden Weg nehmen kann und trotzdem an mein Ziel komme. So ging ich einfach weiter und weiter, bis ich zu einem hellen Licht kam und wieder den Fuchsbau betrat. Die Füchsin war nicht zu sehen. "Kjanja." flüsterte ich leise. Schon im nächsten Augenblick, als ich den Bau verließ, stand sie zu meiner Rechten. Wir schauten uns in die Augen, so tiefgründig wie noch niemals zuvor. "Ich kann keine Schmerzen empfangen." ließ ich mit bittertrauriger Stimme bei. "Konzentrier dich mehr auf deinen Partner als das, was DU wissen willst." Ich grübelte nachdenklich. "Und kann ich also mit Tinka reden, oder ist das zu gefährlich ?" es folgte Stille. "Du kannst. Es wird auch ein Begleiter dabei sein. Dein Schutz ist groß. Und dein Wille sowieso." brachte mir mein Totemtier entgegen. "Du hattest mich gestern gefragt. Wir können reisen, aber nur, wenn du dich traust, daraus zu lernen." ich nickte und machte mich auf das Schlimmste gefasst. So machten wir uns zusammen auf den Weg. Durch eine Wand kamen wir in die Zwischenwelt. "Geh voran, lass dich belehren." und so schickte mich Kjanja einfach so los. Ich betrat die Wiese, war so groß wie eine Fee. Sie kamen auf mich zugeströmt. Sie waren sehr herzlich zu mir. "Komm hier hoch." rief mir eine kleine, gelbe Fee zu. Sie flatterte in der Luft und ich krabbelte einen Blumenstengel hoch, um auf Augenhöhe mit ihr zu sein. "Ich möchte auch fliegen lernen." sagte ich bei. "Du kannst es. Glaub an dich." Und als ich dann eine warme Aura um mich herum hatte, kam es mir vor, als würden mir aus meinen Schulterblättern heraus Flügel wachsen. Im nächsten Moment war ich aber wieder auf dem Boden zurück und hatte keine Flügel mehr. "Glaub an dich ! Sei erlich zu dir. Habe keine Angst vor Veränderungen, denn mach das Beste aus ihnen." Und doch stand im nächsten Augenblick wieder die Füchsin neben mir. "Sie haben gelehrt. Wir werden zurückkehren, wenn du weiter bist." und so trennten sich unsere Wege. Die Füchsin verschwand und ich blieb allein.

Nun löste sich die Gedankenbrücke zwischen der Anderswelt und mir langsam auf und ich wachte in meinem Zimmer wieder auf. Als hätte ich geträumt. Eine Reise für die Ewigkeit.

 

- Vanni - 

19.10.08 21:32

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